Rose der Nächstenliebe

 

Zugriffe seit 09.01.2009

Counter / Zähler 

Aktualisiert am 20.11.2011

Ecosia Suchmaschine

Meine Suchmaschine

Statistik

Europa grüßt Afrika" brachte 7.612 Euro ein

Versteigerung eines Bildes von Johann Weyringer im Salzburger Landtag zugunsten des Vereins Azubi-Kibwigwa-Tansania-Austria


Salzburger Landeskorrespondenz, 16.10.2008

 
 

(LK)  Insgesamt 7.612 Euro sind gestern, Mittwoch, 15. Oktober, Abend, bei der Versteigerung des Bildes "Europa grüßt Afrika" (70 x 70 cm Acryl auf Leinwand) des bekannten Salzburger Künstlers Johann Weyringer im Sitzungssaal des Salzburger Landtages zusammengekommen. Der Erlös dieser amerikanischen Versteigerung kommt dem Verein Azubi-Kibwigwa-Tansania-Austria zugute, der von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde und der Pfarrgemeinde Pfarrwerfen getragen wird. Der Verein unterstützt Entwicklungsprojekte zugunsten auszubildender Kinder in Tansania. Initiatoren des Projektes sind Irmgard Hager, Ferdinand Barugize (aus Tansania, derzeit Aushilfspfarrer in Pfarrwerfen) und Dechant Christian Schreilechner. Ziel des Vereines ist es, Kindern eine bessere Ausbildung zu ermöglichen.

Von dem Erlös des  Bildes Weyringer konnten 80 Parzellen zu je 5000 m2 in Kibwigwa gekauft werden, bewirtschaftet wird es von den Einheimischen und der Ernteertrag wird verkauft und somit verdienen die Menschen dort ihr eigenes Geld.

Landtagspräsident Johann Holztrattner dankte Johann Weyringer für dessen stets von Herzlichkeit geprägte Zusammenarbeit sowie dessen Akt der Solidarität mit Kindern aus Afrika. Dass der Künstler extra ein Bild gemalt habe mit dem passenden Titel "Europa grüßt Afrika", sei keine Selbstverständlichkeit, unterstrich auch der Dritte Landtagspräsident, der Pfarrwerfener Bürgermeister Simon Illmer, in dessen Gemeinde die Initiativgruppe Azubi-Kibwigwa-Tansania-Austria beheimatet ist. Zum einen sei es damit gelungen, ein wertvolles Kunstobjekt zur Versteigerung anzubieten, um damit einen ansehnlichen Erlös zu erzielen. Zum anderen finde wieder einmal im politischen Raum des Salzburger Landtages die Begegnung von Kunst und Kultur mit dem öffentlichen Leben, mit der Politik, mit der Zivilgesellschaft in Form dieser Initiativgruppe, statt. "Und das ist für mich ein Symbol, ein Ausdruck für gelebte Demokratie", so Präsident Illmer.

"Der Mensch Hans Weyringer ist beim ersten Hinschauen einer wie du und ich. Aber nur beim ersten Hinschauen. Hans Weyringer mag eine raue Schale haben, aber der Kern ist feinfühlend, sensibel und empfindsam: sensibel und empfindsam in der Aufnahme seiner Umwelt", stellte Landtagspräsident Holztrattner weiter fest: "Weyringer nimmt etwas wahr, was wir nicht sehen können. Er spürt etwas in seinem Umfeld, wo wir unbekümmert hindurchgehen. Er empfängt Signale, die wir nicht registrieren. Darum ist Hans Weyringer – wie wir landläufig sagen – kein einfacher Mensch. Er neigt dann und wann zum Extremen in Malerei und Bildhauerei. Und er hat seinen Blick in der Kunst immer nach oben gerichtet. Sie werden bei all seinen Arbeiten in der Malerei wahrnehmen, dass nach der Dunkelheit das extrem Helle aus seinen Bildern kommt. Das Goldene leuchtet aus seinen Werken heraus. Man könnte sagen, das Helle, das Goldene, das nach oben Gerichtete hat mit seinen abendländischen Wertvorstellungen zu tun. Es vermittelt uns als Betrachter Anfang und Ende. Es ist das Helle und es zeigt nach oben. Es führt uns zu dem, was nach uns sein könnte, zum Schönen."

Vielseitiger Maler, Zeichner und Bildhauer

Johann Weyringer aus Neumarkt am Wallersee ist als Maler, Zeichner und Bildhauer bekannt. Er wurde 1949 in Sighartstein geboren und absolvierte von 1964 bis 1970 eine Tischlerlehre. Im Anschluss studierte Weyringer Architektur in Wien an der Hochschule für angewandte Kunst bei Friedrich Janeba und von 1976 bis 1978 bei Roland Rainer an der Akademie der bildenden Künste. Zahlreiche Reisen, unter anderem nach Afrika, Asien und Mittelamerika, regten ihn zu einer intensiven malerischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Landschaften an. Ein weiterer Schwerpunkt in seinem Schaffen ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Sein Werk weist sämtliche Sparten der bildenden Kunst auf: Wandmalerei, Bühnenbild, Glasmalerei, Keramik, Grafik, Stein- und Holzbildhauerei. Aus der Verbindung von handwerklicher Praxis, architektonischem Wissen und malerisch-zeichnerischem Können entstanden zahlreiche künstlerische Ausgestaltungen von öffentlichen und privaten Bauten sowie Platzgestaltungen. Die Idee des Gesamtkunstwerkes hat der Künstler 1988 in der Kapelle "Zum Guten Hirten" in Thalgau-Egg in Salzburg verwirklicht. Auf der Franz-Josefs-Höhe am Großglockner schuf er 2004 einen Platz mit einer begehbaren Skulptur, dem steinernen, von einem monumentalen Boot gekrönten "Wellenberg". Auch das Wahrzeichen des Salzburg Airports, die "Goldene Himmelsnadel", stammt von Weyringer. Weitere Großskulpturen aus Stein und Bronze bilden einen Skulpturengarten vor seinem Ateliergebäude in Neumarkt. Informationen zu Johann Weyringer sind im Internet unter www.weyringer.com zu finden. m209-20